Die Sächsische Schweiz und das Elbsandsteingebirge

Sächsische Schweiz

Sachsens wohl bekanntester Nationalpark und Raum für einzigartige Naturerlebnisse ist ganz klar die Sächsische Schweiz. Entdeckungen und Erholung im Grünen treffen hier auf Kultur und altehrwürdige Geschichte, wie die Festung Königstein und die Burg Hohnstein. Schon lange zieht die Sächsische Schweiz auch Wanderfreunde aus ganz  Deutschland sowie internationale Gäste an!

Historisches Wirtschaftszentrum der Region

Der beste Ausgangspunkt, um die Sächsische Schweiz zu erkunden, ist die Große Kreisstadt Pirna. Als Verwaltungssitz und jahrhundertealtes Wirtschaftszentrum der Region liegt sie quasi „am Eingang“ des Elbsandsteingebirges. Seit je her war Pirna die Stadt mit dem größten Bezug zur Sächsischen Schweiz. Es lassen sich hier ein Schloss, Kirchen und ehemalige Bürgerhäuser erkunden, die aus dem Sandstein der Region erbaut wurden. Pirna war mit seiner Lage an der Elbe viele Jahrhunderte Umschlagplatz für den Sandstein, besaß aber auch ein florierendes Gewerbe der Tuchproduktion. Auch heute noch ist die Mittelalterstadt mit ihrer über 700-jährigen Geschichte der Verwaltungssitz des Kreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Hier finden Sie einmalige, kunstvolle Relikte aus verschiedenen Epochen. Bringen Sie auf Ihrer Wander- oder Radtour ruhig mehr Zeit mit, denn Pirna lädt mit der historischen Altstadt, kleinen Geschäften und urigen Restaurants zum Verweilen ein. Im Tourist-Service am Markt können Sie sich nützliche Informationen und wichtige Tipps zum Wandern in der Sächsischen Schweiz holen.

Kurze Wege in die Natur

Sächsische Schweiz

Schon nach kurzer Zeit sind Sie von Pirna aus im unberührten Elbtal, zwischen imposanten Fels- und Sandsteinformationen. Sie fahren entlang des Tales bis zu Ihrem Wander-, Kletter- bzw. Radgebiet oder Sie starten direkt in Pirna auf dem Malerweg, der Sie an allen sehenswerten Punkten entlang der Elbe, der Felsengebiete und den imposanten Burgen vorbeiführt. Die Sächsische Schweiz überzeugt zudem mit einem gut ausgebauten Netz an öffentlichen Verkehrsmitteln und Straßen. So können Sie ganz leicht mit der S-Bahn zurück zu Ihrem Ausgangspunkt gelangen oder einen Teil der Strecke überspringen. Eine Besonderheit, die Ihresgleichen in Deutschland sucht, ist die 1898 gebaute Kirnitzschtalbahn, die in originalgetreuen restaurierten Wagen entlang des Kirnitzschtals von Bad Schandau bis zum Lichtenhainer Wasserfall fährt. An verschiedenen Haltestellen können Sie von dort aus die Sächsische Schweiz erkunden.

Einzigartige Landschaft mit Charakter

Sächsische Schweiz

Seine charakteristische Quader-Erscheinungsweise verdankt der Elbsandstein der horizontalen Schichtung, der vertikalen Zerklüftung sowie Verwitterungsvorgängen sehr unterschiedlicher Art. So prägten beispielsweise Auswaschungen, Frost- und Salzsprengungen, Wind und Lösungsvorgänge die Felsoberflächen nachhaltig. Daraufhin entstanden Einsturzhöhlen, kleine lochähnliche Vertiefungen, Kamine, Spalten und schroffe mächtige Wände.

Charakteristisch für dieses stark zerklüftete Felsengebirge ist sein außerordentlicher Formenreichtum auf engstem Raum. Ein ständiger Wechsel von Ebenen, Schluchten, Tafelbergen und Felsrevieren macht dieses Ausflugsziel für jeden Wanderer und Naturliebhaber zu einem einzigartigen Erlebnis. Nennenswert ist, dass das Elbsandsteingebirge der größte Kreidesandsteinerosionskomplex Europas ist, entstanden durch chemisch-physikalische Erosion (natürliche Gesteinsabtragung) und biologische Prozesse der Gesteine.

Die Fauna bietet ein außergewöhnliches Vorkommen an Farnen und Moosen, die es so in keiner anderen deutschen Mittelgebirgslandschaft gibt.

Westlich grenzt die Sächsische Schweiz an das Erzgebirge und geht östlich in das Lausitzer Bergland über. Den höchsten Punkt bildet dabei der Große Zschirnstein mit 562 m über NN. Die Wanderroute und -pfade reichen von leicht bis mittelschwer. Doch gibt es Stellen an denen man trittsicher und vor allem schwindelfrei sein sollte. Verschiedene Wanderrouten wurden speziell für Einsteiger, Familien mit Kindern bzw. Kinderwägen oder erfahrene Wanderer ausgearbeitet.

Ihren Namen hat die Sächsische Schweiz der Überlieferung nach übrigens von den zwei Schweizer Künstlern Adrian Zingg und Anton Graff, die 1766 an der Dresdner Kunstakademie studierten und sich durch den Anblick der Felsenwelt und Waldgebiete an das heimatliche Schweizer Gebirge „Jura“ erinnert fühlten.

Veranstaltungen

Pirna – Sandstein voller Leben

Besuchen Sie die offizielle Seite der Stadt Pirna: www.pirna.de